17.05.2013
News

3RD – Morgan Nardi – 22. Mai Arkadas Theater – Bühne der Kulturen – Sommerblut Feszival

 

3RD – Morgan Nardi

 

Mann? Frau? Hetero? Homo? Transsexuell? Hermaphrodit? Das dritte Geschlecht? Ein Mensch. Im Zentrum von „3rd“ steht der Mythos Sexualität, in Verbindung mit der Frage nach dem sozialen und biologischen Geschlecht. Gemeinsam mit der Performancekünstlerin und Dramaturgin Snežana Golubović und dem kenianischen Musiker Olith Ratego entwickelte Morgan Nardi eine Performance, die Intersexualität auch als kreativen Prozess betrachtet. Er beschreibt diese immer noch als Tabuthema geltende Vielfalt der Identitäten als eine Suche zwischen Anpassung und Einordnung in das Dogma der Zweigeschlechtlichkeit.

 

Die Performance bewegt sich zwischen den Dualitäten von Mann und Frau als Facetten des Menschseins und stellt sie in Frage. Eine Produktion von Morgan Nardi, koproduziert durch das tanzhaus nrw und das Dance Forum-Nairobi, Kenya.

 

22. Mai, 20:00 Uhr, Bühne der Kulturen – Arkadas Theater, Platenstr. 32, Köln-Ehrenfeld

17.05.2013
News

PLANET LUVOS – Editta Braun Company 26. Mai Arkadas Theater – Bühne der Kulturen

photo: Bettina Frenzel

 

PLANET LUVOS – Editta Braun Company

 

Was bleibt, „wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist“? planet LUVOS beschreibt den Untergang der Gattung Mensch als Heimkehr in eine Existenz, in der die Auslöschung des Individuums nicht als Untergang erlebt wird, sondern als harmonisches Aufgehen in einem größeren Ganzen.

 

Die letzten Menschen dieser Erde begegnen seltsam-befremdlichen Kreaturen einer Unterwasserwelt, die sie zuletzt freundlich aufnehmen in ihre Welt der Stille und Harmonie. Die Performance mit der Choreographie von Editta Braun konfrontiert die surrealen Körperwelten mit der menschlichen Gestalt einer frei bewegten Tänzerin – Traum und Realität, Vision und Gegenwart treffen in einem unverwechselbaren theatral-tänzerischen Moment aufeinander.

26. Mai, 20:00 Uhr, Bühne der Kulturen – Arkadas Theater, Platenstr. 32, Köln-Ehrenfeld

16.05.2013
News

STOP watching! Eine Tanz/Film-Produktion von Silke Z. / resistdance PREMIERE: 16. & 17. Mai 2013 im tanzhaus nrw, Düsseldorf

photo: meyers originals

 

STOP watching!
Eine Tanz/Film-Produktion von Silke Z./resistdance
PREMIERE:
16. & 17. Mai 2013 im tanzhaus nrw, Düsseldorf

Weitere Termine:
13., 14. & 15. Juni 2013
im Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Köln

 

STOP Watching! ist ein vielseitiges, frivoles, politisch unkorrektes und über alle Maßen verspieltes und risikofreudiges Tanz- und Bilderlebnis, eine physisch lustvolle Grenzüberschreitung. Die Choreografin Silke Z. entwickelt gemeinsam mit den Filmemachern Dominik Siebel und André Zimmermann und der Tanzdramaturgin Alexandra Dederichs einespartenübergreifendes Tanz- und Filmproduktion.

Live-Tanz und Film verweben sich zu einer Einheit im Bühnenraum. Fünf Tänzer gestalten den physischen Raum und sind gleichzeitig die Darsteller auf den mobilen Leinwänden.Das postmoderne Dasein ist auf der ständigen Suche nach Lebendigkeit und Echtheit! Unsere Kultur verweigert zunehmend jene Momente, des aktiven, eigenen Genusses, die unser Leben lebenswert machen, und ersetzt sie immer mehr durch ein kleinliches, Sicherheitsdenken. Die Leute geben sich zwar hedonistisch, in Wahrheit fällt ihnen aber das Genießen schwer.

Wir leben in einer Zeit, der Fahrradhelme, des Rauchverbots, der EU-Normen, der Kinderbuchzensur. Wir folgen einem verwirrenden und widersprüchlichen Navigationssystem durch die politische Korrektheit. Im komplexen Dickicht der Reglementierungen verlieren wir mehr und mehr die Verantwortung für das eigene Handeln und die eigene Lebendigkeit. Dieser Fremdbestimmung und Überreglementierung setzt Silke Z./resistdance. mit »STOP watching!« einen Aufruf zur Spielfreude, Eigen-Genuss und Eigenverantwortung entgegen!

 


Künstlerische Leitung: Silke Z.//Stückkonzeption, Autoren: Silke Z., André Zimmermann, Dominik Siebel, Alexandra Dederichs//Choreographie/Regie: Silke Z.//Filmregie und Realisation: Dominik Siebel, André Zimmermann//Dramaturgie: Alexandra Dederichs//Soundkomposition: André Zimmermann//Technische Leitung, Lichtdesign, Bühnenkonzeption: Ansgar Kluge//Compositing: Anne Chahine//Pandoras box operator: Dennis Kuypers//in Zusammenarbeit mit den Tänzern: Antonio Cabrita, Snædís Lilja Ingadóttir, Lisa Kirsch, Francesco Pedone und Caroline Simon//Assistenz künstlerische Leitung: Philipp Schauss//Produktionsleitung (IS): Tinna Grétarsdóttir //Produktionsleitung Film (D): Kerstin Halt//Administration/Grafikdesign: Linda Richard //Management, PR-Arbeit: mechtild tellmann kulturmanagement

 

Eine Produktion von Silke Z./resistdance in Koproduktion mit dem tanzhaus nrw, Düsseldorf (D) und Dansverkstæðið Reykjavík Dance Atelier (IS)

Gefördert von: Kulturamt der Stadt Köln, Ministeriumfür Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW,Kunststiftung NRW, Fonds Darstellende Künste e.V., RheinEnergie Kulturstiftung. //Mit freundlicher Unterstützung durch coolux und dem europäische Netzwerk studiotrade.
www.resistdance.de

15.05.2013
News

DEUTSCHLANDPREMIERE: Hanna Koller holt französischen Starchoreographen erneut nach Köln! Am 7. und 8. Juni in der Oper am Dom in Köln!

Photo: JC Carbonne

 

DEUTSCHLANDPREMIERE: Hanna Koller holt französischen Starchoreographen erneut nach Köln! Am 7. und 8. Juni in der Oper am Dom in Köln!

 

Die Freunde der Tanzkunst erwartet im Juni erneut ein absolutes Highlight in Köln: In einer Deutschlandpremiere erleben die Kölner Tanzfreunde das neueste Werk des französischen Starchoreographen Angelin Preljocaj, das für die Europäische Kulturhauptstadt Marseille und ihre internationalen Gäste entsteht.

 

 

Ein flammendes Spektakel, das ist es, was Angelin Preljocaj im Sinn hatte: “Les Nuits” (“Die Nächte”) heißt die Tanzshow des Tänzers und Choreographen.Thema: 1001 Nacht, geschaffen für Marseille, die “Europäische Kulturhauptstadt” 2013,

Premiere war im Grand Theatre von Aix-en-Provence in Südfrankreich. 1001 Nacht – das bedeutet für den Franzosen mit albanischen Wurzeln mediterrane Kultur und Erotik. Angelin Preljocaj: “Das ist für mich ein tolles Konzept, diese Erzählungen sind ja ineinander verschachtelt, wie russische Matrjoschka-Puppen. Da gibt es indische Märchen, persische Märchen, arabische Geschichten und nordafrikanische. Das spannt einen Bogen um die mediterrane Kultur, der sehr wichtig ist.”

 

Preljocaj arbeitet gern mit Meistern aus anderen Disziplinen zusammen. Für diese Show hat der französische Couturier und ModedesignerAzzedine Alaïa mehr als 100 Kostüme entworfen, sonst arbeitet er für Kunden wie Michelle Obama, Madonna oder Lady Gaga. Die Musik kommt von der belgischen Sängerin Natacha Atlas, auch ein Kulturgemisch aus ägyptischen und britischen Vorfahren – sie kennt 1001 Nacht wie andere Grimms Märchen. Natacha Atlas, Sängerin und Musikerin: “Der Tanz sagt mir viel, weil ich mal orientalische Tänzerin war. Und die Geschichten haben mir Vater und Mutter erzählt, als ich klein war – das Projekt ist für mich eine Herzensangelegenheit.” Das Ballett “Die Nächte” des Choreografen Angelin Preljocaj, Musik von Natacha Atlas, geht auf Welttournee, Höhepunkt ist die letzte Vorstellung in Los Angeles. .

 

Tanz 7. und 8. Juni 2013 19:30 Uhr Oper am Dom
Deutsche Erstauuführung
Les Nuits
Ballet Preljocaj
Choreografie: Angelin Preljocaj
Musik: Natacha Atlas, Samy Bishai, 79 D
Kostüme: Azzedine Alaïa
Bühne: Constance Guisset

13.05.2013
News

Residenz + Performance in Köln = MAD Festival 2013 – noch bis 20. Mai bewerben!

Schlagwörter:

Residenz + Performance

 

2013 planen wir das MAD Festival vom 15. – 27. Juli!

 

NEU: Zusammen mit der künstlerischen Leitung (Barbara Fuchs und Sonia Franken) sind 2013 Jess Curtis als Mentor und die Philosophin und Tanzwissenschaftlerin Maren Zimmermann eingeladen den kreativen Prozess zu begleiten.

 

Hier geht es zum: Bewerbungsbogen.

 

Bis zum 20. Mai bewerben!

 

Seit 2011 öffnet BARNES CROSSING im Sommer seine Türen für den Nachwuchs. MAD steht für “Movement and Art Development“: Eine MAD Teilnehmerin fasste es 2011 rückblickend als “Möglichkeit anders zu denken” zusammen. Die Presse entschied sich für Titel wie “Verrückt und durchgeknallt” aber auch “Übung für den Ernstfall”.

 

2012 übertraf der Zuschauerandrang alle Erwartungen und die Presse titelte begeistert “Mutig, sexy, perfekt“. Im September 2012 wurde eine wissenschaftliche Dokumentation des MAD Festivals veröffentlicht, die den Prozess begleitet hat und für Besucher und KünstlerInnen gleichermassen durchleuchtet.

 

Das MAD Festival bietet jungen ChoreographInnen 7 Tage lang Raum und Atmosphäre zur Arbeit an Kurzchoreographien und mündet anschließend in der Festivalperformance. Es werden in je 10-15 Minuten Länge Neuerarbeitungen oder Weiterentwicklungen bereits existierender Stücke gezeigt. MAD ist Sprungbrett zur Professionalisierung für den talentierten Nachwuchs. Denn von der dramaturgischen und technischen Unterstützung im Vorfeld, bis zur Erstellung eines Pressespiegels nach Ablauf des Festivals, erhalten MAD TeilnehmerInnen neben wichtigen künstlerischen Erfahrungen und Kontakten auch professionelles Bewerbungsmaterial.

 

Tanzinteressierte bekommen beim MAD Festival die ganze Spannbreite des neuen Tanzes zu sehen.

28.04.2013
deutsch: kritiken / interviews, News

Offener Brief an den Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters für den Erhalt wichtiger Tanzbühnen in der Stadt und für eine verantwortungsvolle Politik gegen zunehmende Zukunftslosigkeit nachwachsender Generationen

 

OFFENER BRIEF AN DEN OBERBÜRGERMEISTER DER STADT KÖLN

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jürgen Roters,

 

 

wir wenden uns heute in letzter Konsequenz an Sie als den obersten Leiter der Verwaltung , der zugleich Vorsitzender des Rates der Stadt Köln ist und somit der erste Bürger unserer Stadt. In Ihrer Person ruht die Hoffnung, entstandene Widersprüche auf einen Lösungsweg zu bringen.

 

Wir möchten hierbei gerne auf die einleitenden Worte „Wir wissen wohl um die angespannte Haushaltslage…“ verzichten, denn der Wohlstand und die Zukunftsfähigkeit einer Stadt hängen letztlich nicht allein vom Geld, sondern vom kreativen und weitsichtigen Umgang mit den Potenzialen und Ressourcen derselben ab.

 

Wenn wir uns also heute an Sie wenden, dann tun wir dies nicht als Bittsteller, sondern als Teil des kreativen Potenzials dieser Stadt, deren Gegenwart und Zukunft wir mithelfen wollen so zu gestalten, dass die hier lebenden Menschen allen Alters und jedweder Herkunft aber insbesondere auch die nachwachsenden Generationen aller Kulturen, die nicht zu den Wohlhabenden zählen, einen Zugang zu dem finden, was Leben über die reine Existenz hinaus ausmacht. Nur wer diesen Zugang findet, wird sich aus eigenem Antrieb heraus eine Perspektive für seine Gegenwart und Zukunft über die Sicherung des Existenzminimums hinaus erarbeiten; wird lähmende Resignation und Depression überwinden, die als Bedrohung nicht nur in Köln, sondern in vielen Zentren Europas die Zukunft der Gesellschaften gefährden.

 

 

SCHLÜSSELSTELLUNG FÜR DEN TANZ BEI DER BEWÄLTIGUNG UNSERER ZUKUNFTSAUFGABEN

 

Die Krise einer wachstumsorientierten Wirtschaftspolitik ist weltweit spürbar und wird sich wohl noch verstärken. Ob unsere Gesellschaften diese Krisen überwinden werden, hängt dauerhaft nicht von einem stetig wieder einsetzen müssenden Wachstum ab, sondern nachhaltig von der Identifikationsfähigkeit der Menschen mit einem sozialen Gebilde, um Solidarität entwickeln und leben zu können. Die Grundvoraussetzung hierfür ist die Identität(sfindung) eines jeden Einzelnen dieses sozialen Gebildes. Zu finden und zu wissen, wer wir sind, ist die Herausforderung der Gegenwart.

Zu Beginn der neunziger Jahre begann eine der grössten kulturellen Revolutionen der Neuzeit durch die Erschaffung virtueller Realitäten und den Zugang hierzu mit Hilfe des WorldWideWeb. Unsere gesellschaftliche und individuelle Realität haben sich gravierend verändert. Im Rahmen einer virtuellen, weltweiten Informationsgesellschaft, in der wir uns frei und grenzenlos bewegen und in der wir nach Belieben Identitäten annehmen und wieder ablegen können, in der wir uns austauschen und einbringen können, in der wir eine wirkliche oder scheinbare globale Relevanz erfahren dürfen, bekommt die Frage nach unserem Sein und unserer Identität, die über die bloße Existenz hinausgeht eine neue Bedeutung. Dies erfordert auch einen künstlerischen Diskurs den der Tanz in besonderem Maße beflügelt und befeuert, um Antworten auf diese Revolution zu finden.

 

 

 

 

HANDLUNGSGERÜST WURDE GEBAUT

 

Wir sind es leid, dass die ehrenamtlich sich aufopfernden Kulturpolitiker, die den Ausschuss Kunst und Kultur bilden, sich ebensolchen Politikern des Sozialausschusses gegenüber sehen, die nur noch Löcher stopfen, anstatt gemeinsam Zukunft zu gestalten, unisono mit den Finanz- und Wirtschaftspolitikern. – Verantwortliche Politik denkt nicht in Gegensätzen.

 

Vor nicht einmal vier Jahren hat der Rat der Stadt Köln in einem solchermaßen verantwortlichen Schritt für die Gestaltung der Zukunft unserer Stadtgesellschaft (und nicht für deren Ausschmückung), gemeinsam den KULTURENTWICKLUNGSPLAN KÖLN verabschiedet.
In diesem Leitbild sind nicht nur Maßnahmen und Ziele formuliert, deren Umsetzung, Erreichung und Weiterentwicklung der Verwaltung quasi als Aufgabenprotokoll ihrer Vorlagen für eine solche Kulturpolitik mit auf den Weg gegeben wurde. Diese Charta sollte das Handlungsgerüst einer nachhaltigen Kulturpolitik werden.

 

 

 

EINLADUNG UND AUFFORDERUNG AN DIE BÜRGER. – WIR SIND EIN TEIL DAVON!

 

Gleichzeitig stellte diese Zielvereinbarung aller Bürgervertreter im Rat für die gesamte Bürgerschaft und weit über die Stadtgrenzen hinaus eine Einladung dar, sich an der Verwirklichung dieses Plans zu beteiligen und sich zu engagieren.

 

Dies ist auch geschehen, insbesondere im und für den Tanz, der wie keine andere Kunstsparte in der Stadt unter katastrophalen Entwicklungen und Entscheidungen der Vergangenheit zu leiden und zu kämpfen hat: Die Künstler haben sich vor zweieinhalb Jahren zusammen geschlossen, effiziente Strukturen geschaffen, die auch die Trennung zwischen etablierter und freier Tanzkunst überwindet. Ein international anerkannter und ausgezeichneter TANZ ENTWICKLUNGSPLAN KÖLN (2012-2024) wurde aus der Szene heraus entwickelt, so wie es auch die Fortschreibung des KULTURENTWICKLUNGSPLAN KÖLN vorsieht. Die Marke „tanZkoeln“ wurde geschaffen; in zwei Kölner Tanzkonferenzen wurde der Tanz weiter in die Mitte der Gesellschaft getragen und erste Ankerpunkte gesetzt. Mit der fast einzigartigen Plattform „tanZwebkoeln.de“ wurde der Tanz in und aus Köln international sicht- und greifbar gemacht, erstmals ein entscheidender und wirksamer Schritt zur Publikumsgewinnung vollzogen und damit zusätzlichen Mitteln für die Tanzkünstler geschaffen. Ein ersten gemeinsames Agieren der Tanz-Rhein-Schiene wurde erfolgreich vorangebracht.

 

 

DIE BÜRGERSCHAFT WIRD DÜPIERT – DAS GERÜST ABGEBAUT

 

Welche Unterstützung finden die Bürger und Künstler in ihren Anstrengungen?

 

Kurz nach der Verabschiedung des KULTURENTWICKLUNGSPLAN KÖLN wurden für den Tanz in 2009 die längst überfälligen Zeichen gesetzt, die auch sofort durch das Land honoriert wurden. Es wurden die Mittel für ein städtisches Tanzensemble und für ein Tanzhaus in den Haushalt eingestellt und zaghafte Verbesserungen für die freie Tanzszene auf den Weg gebracht. Dies war richtig, ja grossartig und entschlossen!

Nicht einmal ein Jahr später begann die Verwaltung den Tanz erneut zu demontieren: sie schaffte es nicht, ein international ausstrahlendes Spitzenensemble an den Bühnen zu installieren, aus den drei Millionen wurde eine Million für Internationale Gastspiele, wieder ein Jahr später wurden sämtliche Mittel für ein Tanzhaus wieder gestrichen, dann die Tanzgastspiele um 30 Prozent gekürzt und jetzt wollte die Verwaltung sie komplett streichen, ebenso wie die beiden wichtigsten Bühnen für die freie Tanzszene, nämlich die Wachsfabrik und die Bühne der Kulturen, und zudem sieht sie eine weitere Förderung der erfolgreichen und einzigartigen Plattform tanZwebkoeln.de nicht mehr vor, die ein Leuchtturmprojekt für ganz NRW hätte werden können und müssen.
Ein ähnliches Desaster kündigt sich für den Bereich der interkulturellen Projekte an.

 

 

PLANLOSE ZERSTÖRUNG MUSS GESTOPPT WERDEN

 

Die Kölner Tanzszene hat durch das tanZbüroköln eine Evaluation zum Tanz erarbeitet (Siehe Anlage), aus der die Fakten zu den Strukturen und Bedingungen der Erarbeitung und Präsentation des Tanzes in und aus Köln deutlich ablesbar sind. Hierin fehlen lediglich die Informationen zur Nutzung der Tanzresidenz in der Venloerstrasse, die mit 58.000€ die bisher weitaus höchste Einzelposition im Rahmen der Bezuschussung der nichtstädtischen Tanzszene darstellt. Diese wurden angefragt, konnten aber bisher nicht beantwortet werden.

 

Die Evaluation ergab eindeutig, dass die Wachsfabrik in Sürth, die gleichzeitig auch der einzige Ort für den Tanz in Köln ist, der Produktions- und Aufführungsstätte zugleich ist, gemeinsam mit der Bühne der Kulturen in Ehrenfeld 48,5 Prozent aller Tanzpräsentationen der Freien Szene in einer Theaterstruktur präsentieren. Beide Orte haben zudem eine besonders hohe Bedeutung für den künstlerischen Nachwuchs.

Nach dem bisherigen Sachstand sind beide Orte dennoch von der Schliessung bedroht, obwohl dieses Kontingent an Aufführungen und Produktionen von den anderen Spielorten nicht aufgefangen werden kann (Siehe Anlage „Kommentierte Beantwortung der Verwaltung auf eine Anfrage zu den Spielorten im Tanz“). Eine Schliessung ohne geeigneten Ersatz würde de facto einen gravierenden und negativen Einschnitt für das bisherige Tanzschaffen der Stadt bedeuten.

 

 

 

Gefährdet würden damit auch die Entwürfe, die aus der Tanzszene heraus für ein MittelzentrumTanZköln (MZTK) entwickelt wurden und die nicht nur diesen beiden Bühnen ein neues Tanzprofil verleihen würden, sondern den Tanz in und aus Köln einen grossen Schritt der nationalen und internationalen Bedeutung näher bringen würde. (Siehe Anlage „Entwurf MittelzentrumTanZköln“). Voraussetzung hierfür wären nicht einmal die Zusetzung neuer Mittel, sondern die Rücknahme der Streichungen für die Bühne der Kulturen, die gemeinsam mit dem tanZbüroköln den Entwurf einer neuen Ausrichtung des Hauses vorgelegt hat (Siehe Anlage: „Neuausrichtung Bühne der Kulturen) und die weitere Verwendung der Mittel, die nach der Abmietung zum 31.7.2013 aus den bisherigen Mietzuschüssen für BarnesCrossing/Wachsfabrik in die Transferleistungen TANZ übertragen wurden, als Mietzuschuss für die Wachsfabrik bis zum Ende 2014.

 

Gefährdet würde auch die Bindung und Fortsetzung der Arbeit von Gerda König und der DIN A13 tanzcompany an Köln. 1995 gegründet, ist sie international eines der wenigen Tanzensembles, deren Mitglieder sich aus Tänzern mit unterschiedlichen Körperlichkeiten zusammensetzt.
Seit 2005 entstanden in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Koproduktionen mit regionalen und internationalen Künstlern in Äthiopien, Südafrika, Brasilien, USA, Kenia, Ghana, dem Senegal, Sri Lanka und aktuell Venezuela.
Durch die kontinuierliche künstlerische wie vielschichtige konzeptuelle Entwicklung gehört DIN A 13 tanzcompany zu einem der führenden mixed-abled Tanzensembles weltweit.
In Deutschland ist die Arbeit der Kompanie einzigartig.

 

 

Gefährdet wäre dadurch auch die für November 2013 geplante Präsentation im Rahmen des Konzeps „Umbruch“, die 3. Produktion aus Israel, die ihren Probenzeitraum und Premiere in Barnes Crossing feiern sollte.
Abschließend sollten im Mai 2014 alle 3 Produktionen, die u.A. vom Goethe Institut gefördert sind, in Köln im Rahmen des Projekts eine finale, sinnlich sparten-übergreifende Installation ausgewählter Szenen der Choreographien in Beziehung zueinander und zu den in Auftrag gegeben Videoproduktionen gesetzt werden. Diese multimediale Tanztheater-Inszenierung sollte als letzte Station des Projekts die künstlerische Gesamtkomposition vollenden.
Hierbei werden 15 TänzerInnen mit und ohne Behinderung beteiligt sein
Zu beiden Projektabschnitten sind zusätzliche Schulveranstaltungen und Projekte vorgesehen, bei denen wir mit einer Beteiligung von 300 Jugendlichen mit und ohne Behinderung ausgehen.

 

Gefährdet wäre auch die Neuausrichtung des Arkadas Theaters – Bühne der Kulturen, die verstärkt mit grenzüberschreitenden Formaten und Workshops in Zusammenarbeit mit dem tanZbüroköln, weitergehende Formen der Performancekunst bis hin zu Zusammenarbeiten mit dem Nouveau Cirque, Free Running und Parcours in ihre interkulturelle Theater- und Vermittlungsarbeit integrieren will.

 

 

 

 

KERNSÄTZE UND WESENTLICHE BESTANDTEILE DES KULTURENTWICKLUNGSPLANS KÖLN

 

Mit der Zerstörung dieser bestehenden Strukturen, die ohnedies im Tanz und in der Interkultur äusserst rar sind in Köln, würde die Verwaltung in diesen Bereichen auch den Kern und die Basis des Kulturentwicklungsplanes angreifen.

 

Das Vertrauen und die Mitarbeit der Bürger und im Speziellen der Künstler unter ihnen würden nachhaltig beschädigt.

 

Weder Politik noch Verwaltung können die Herausforderung der Gegenwart für die Gestaltung der Zukunft ohne die Bürger und die Künstler unter ihnen bewältigen.

 

Bitte wenden Sie sich nicht von Ihrer besonderen Rolle und Verantwortung als erster Bürger ab, Herr Roters, bitte greifen Sie ein und handeln.

Lassen sie uns zusammen daran arbeiten, dass Phantasie, Visionen und geistiger Reichtum die Basis unserer Stadtgesellschaft werden.

 

gez. am 25.April 2013

 

tanZbüroköln 
Achim Conrad
Klaus Dilger
-Leitung-

 

BarnesCrossing e.V.

Daniel Hoernemann

Gerda König

Barbara Fuchs
Ilona Paszty
Kristòf Szabò
Sonja Franken
Jennifer Hoernemann

 

Bühne der Kulturen

Mahmut Canbay

- Intendant -

 

KunstSalonStiftung    

Andreas Schmitz

- Vorstand -

 

BUNDESVERBAND FÜR

INTERKULTURELLE

KULTUR UND BILDUNGS-     

ARBEIT E.V.          
Cafer Cebe
Vorstandsvorsitzender

 

tanZkoeln e.V.

Andreas Schmitz

- Vorsitzender -

 

 

26.03.2013
News

Memory Machine von Stephanie Thiersch für TanzfondsERBE ausgewählt! Wir waren neugierig…

 

Das Projekt MEMORY MACHINE der Kölner Choreographin und Medienkünstlerin Stephanie Thiersch / mouvoir wurde von der Jury des TanzfondsERBE Projektes der Bundeskulturstiftung bei der letzten Jurysitzung ausgewählt und soll in 2014 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Wir waren neugierig und sprachen mit Stephanie Thiersch / mouvoir über dieses spannende Projekt:

memory machine – Teil 1

memory machine – Teil2

 

Projektbeschreibung auf der Seite des TanzfondsERBE:

MEMORY MACHINE

 

Die interdisziplinäre und begehbare Rauminstallation „Memory Machine“ lässt die von neuen Konzepten und Stilen geprägte Tanzgeschichte zwischen 1980 und 2000 durch Zeitzeugenberichte aufleben. Die in einem assoziativen Verfahren gesammelten Aussagen ausgewählter Protagonisten werden spielerisch in eine Maschine überführt, die Gehirnprozesse imitiert. Dem Besucher erschließt sich die Erinnerungssammlung in Ton, Bild, Schrift und Live-Performance. Er kann selbst Schwerpunkte setzen, neu assoziieren und die Tanzgeschichte sinnlich vergegenwärtigen.

22.03.2013
News

Ausschreibung : Wir wollen eure Choreographie! Das Festival SoloDuo NRW + Friends lädt ein

Schlagwörter:

copyrights: klaus dilger

 

Ausschreibung

 

Wir wollen eure Choreographie!
Das Festival SoloDuo NRW + Friends lädt ein

 

Gesucht werden Solo-Choreographien (bis maximal 6 Minuten Länge) und Duo-Choreographien (bis maximal 9 Minuten Länge). Die Ausschreibung richtet sich an Choreographen und Tänzer aus Deutschland, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden. Es gibt keine Altersbeschränkung.

 

Bewerbungsschluss: 30.04.2013

 

Das Festival findet statt: 12 – 14. Juli 2013
Nominierungsrunden: 12. + 13.Juli.2013
Bekanntgabe der  Festivalgewinner: 14.Juli.2013, 12 Uhr

 

Die Gewinner des Festivals SoloDuo NRW + Friends werden zusätzlich zum ersten Preis für das beste Solo und für das beste Duo zum Budapester SzólóDuó Fesztivál zur Endrunde als Teilnehmer des dortigen internationalen Wettbewerbs eingeladen.

 

Bewerbungsformular des Festivals/Mehr Informationen unter: www.barnescrossing.de

Aussagekräftige Bewerbung (inkl. DVD-Video/Online-Link) per Post an:

 

BARNES CROSSING
Freiraum für TanzPerformanceKunst
Industriestr. 170
50999 Köln
Tel: 02236 963 588
Info@barnescrossing.de

 

Winner Duo Video:

duosieger2ndday

 

22.03.2013
News

Klaus Keil in Choices: Das Tanzzentrum Wachsfabrik erhalten oder eine andere Wirkungsstätte finden, um die erfolgreiche Nachwuchsarbeit fortsetzen zu können.

Schlagwörter:
Sylvana Seddig in ihrem Solo HALBE SACHEN – MAD Festival Barnes Crossing – ALTE WACHSFABRIK

Salto rückwärts

 

Köln tut sich schwer bei der Förderung des Tanznachwuchses – Tanz in NRW 10/12

 

Köln kann sich glücklich schätzen. 36 Prozent aller freien Choreografinnen und Choreografen in NRW leben und arbeiten in Köln. 40 Prozent aller freien Tanzvorstellungen sieht man in Köln. Was für eine vitale, künstlerisch vielfältige und auf Kontinuität angelegte Tanzszene das ist, lässt sich auch am Tanzkalender Köln ablesen. Während der Spielzeit kann der Tanzinteressierte jeden Monat aus bis zu 20 Vorstellungen auswählen. Die Stadt Köln weiß das zu schätzen. Sie fördert den Tanz. Deshalb hält sie sich auch für eine Tanzstadt. Und sie rief nach Auflösung (!) der städtischen Tanzkompanie ein sehr erfolgreiches Gastspielprogramm ins Leben, das einen teilweisen Ersatz darstellt.

 

Umso unverständlicher ist, dass ausgerechnet von der Kulturverwaltung selbst nun Sand ins Getriebe geworfen wird und der Motor für die Entwicklung zu einer zukünftigen umfangreichen Kölner Tanzlandschaft ins Stottern gerät. Über den Stadtrat hinweg, so scheint es, hat der Kulturdezernent eine Kürzung der Mittel für diese Gastspielreihe verfügt. Doch das ist nicht der einzige Salto rückwärts – oder sollte man sagen: Salto mortale –, der die Tanzentwicklung bremst. Die Baustellen sind zahlreich: Der von der freien Tanzszene vorgelegte Tanzentwicklungsplan, den externe Tanzexperten als zukunftweisend für eine Millionenstadt wie Köln bezeichnen, kommt in der Debatte nur schleppend voran. Und ausgerechnet die wichtige Nachwuchsförderung erfolgt nach dem Gießkannenprinzip und nicht strukturell. Zwar sieht das Tanzförderkonzept mittelfristig „ein Nachwuchszentrum für Tanz und Choreografie“ vor, doch die Verwaltung denkt längst nicht in diese Richtung. Sie verkennt schlicht, dass derartige Entwicklungen auch ohne finanzielle Mittel möglich sind, und vor allem frühzeitig eingeleitet werden müssen.

 

Aber perspektivisch zu denken war im Tanzbereich nie eine Stärke der verantwortlichen Beamten. So greift auch hier die freie Tanzszene wieder zur Selbsthilfe. 2011 initiierte das ChoreografenInnen-Netzwerk Barnes Crossing ein eigenes kleines Nachwuchsfestival: MAD, Movement and Art Development. Bereits bei der zweiten Auflage in diesem Jahr wurden die Veranstalter von Bewerbungen überrannt. Eindeutig: der Nachwuchs des zeitgenössischen Tanzes sucht dringend nach Möglichkeiten sich zu präsentieren. Und jede Serie bringt choreografische Talente wie Sylvana Seddig und Ursula Nill hervor, die bereits zum zweiten Mal für das Festival ausgewählt wurde (CHOICES berichtete). Damit nicht genug, findet im Tanzzentrum Wachsfabrik seit Jahren die Auswahl zum SoloDuoFestival in Budapest statt. Beide Festivals sind offen für eine nationale und internationale Beteiligung. Die Veranstalter liegen damit genau auf der Linie des Tanzförderkonzepts: eine qualifizierte freie Tanzszene in Köln zu schaffen, Tanzkünstler an Köln zu binden, das Niveau zu heben und so die Szene künstlerisch lebendig zu halten. Solche Veränderungen erfordern eine Anpassung der Fördermaßnahmen, meint auch das NRW Landesbüro Tanz in seinem Dance NRW Report. Für das Barnes Crossing kann das nur heißen: Das Tanzzentrum Wachsfabrik erhalten oder eine andere Wirkungsstätte finden, um die erfolgreiche Nachwuchsarbeit fortsetzen zu können.

 

Klaus Keil
28.02.2013
deutsch: kritiken / interviews, News

Alle Nachtkritiken aus dem Pilotprojekt liegen nun als Print vor!

 

 

 

editorial_______________________________

 

 

 

Martha Graham hat einmal gesagt, dass das Einzige, was von
unserer Kunstform Tanz übrig bliebe, das Bild sei, das die anderen
Künste davon festhalten würden.
Sie war sich wohl bewusst, dass es sich hierbei nicht um ein bloßes
Abbild des Tanzes handeln würde, sondern um ein eigenständiges Werk,
das in der Lage sein würde, die „Seele“ des jeweiligen Tanzwerkes
lebendig werden zu lassen, den Kern, den Grund, der uns veranlasst und
befähigt, TanzKUNST zu erzeugen.

 

MOTION AND MOTIVATION – BEWEGUNG UND BEWEGGRUND

 

„Mich interessiert stärker, was uns bewegt, als wie wir uns bewegen“.
Damit dürfte Pina Bausch nicht nur den Prozess des Tanzschaffens,
sondern wohl auch den Prozess der Vermittlung und die Rezeption der
Tanzkunst benannt haben.
Bewegung und Beweggrund, die „Seele des Tanzes“, mittels des „Auges“
der Kamera so sensibel und authentisch wie möglich zu vermitteln, war und
ist das Anliegen von tanZwebkoeln.de. Unsere Filme entstehen oft während
der ersten” Begegnung mit dem Werk. Daher ist unser Anliegen nur dann
erfolgreich umsetzbar, wenn sich der Filmemacher verantwortungsvoll aber
offen und mit vollem Risiko in das Werk stürzen kann. Diese Freiheit ist
notwendig, wenn nicht nur die Oberfläche abgebildet werden soll. Erst das
Durchdringen der Oberfläche und die Sichtbarmachung des darunter
Verborgenen schafft den Zugang zum Tanz.
Auch das Wort kann den Blick unter die Oberfläche öffnen: Dank der
Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen für unser Pilotprojekt
konnten wir renommierten Tanzkritikerinnen und Tanzkritikern einen
Monat lang unbegrenzten Raum einräumen, den auch sie brauchen, um das
Verborgene im Tanz, den Tanz selbst sichtbar zu machen.
Einen Monat lang konnten wir bereits in der Nacht der Premiere /
Veranstaltung eine Kurzkritik mit Bildmaterial auf tanZwebkoeln.de
veröffentlichen, gefolgt von der englischen Übersetzung dieser Kurzkritik
noch vor 8 Uhr morgens, ebenfalls begleitet von neuem Bildmaterial und
zusätzlicher Verbreitung in sozialen Netzwerken. Bis 14 Uhr folgten dann die
ausführliche Besprechung und deren Übersetzung bis 18 Uhr.

 

Ziel des Projektes war die eigentlich selbstverständliche Würdigung
der Arbeit der Künstler und die Begleitung des Publikums durch die
unmittelbare und zeitnahe Vermittlung der Sicht auf das Gesehene durch
renommierte Tanzkritikerinnen und Tanzkritiker. Und die Gewinnung
eines neuen Interesses und Publikums für den Tanz in und aus Köln.
Die Resonanz auf das Projekt war enorm und ausschließlich positiv.
Täglich konnten wir die Zahl der Zuschauer und Interessierten wachsen
sehen. Unser Dank gilt dem Ministerium für seine Weitsicht, uns diesen
Nachweis führen lassen zu dürfen.

 

Dieses Heft kann dennoch nur einen Teil dessen sichtbar machen, was in
einem Monat an Tanz in Köln zu erleben war und ist und in den lokalen
Medien häufig untergeht, wenn es nicht gar ignoriert wird. Die Auswahl
ist also rein zufällig – und damit exemplarisch.

 

Wir wünschen allen viel Entdeckungsfreude!

 

send us a mail, if you want to have more informations or want to posess an exemplaire!

klaus.dilger@tanzwebkoeln.de

30.01.2013
News

Tanzrecherche NRW #13 in Köln: Christophe Béranger und Jonathan Pranlas-Descours mit »Shaping space through matter, the space becomes a landscape and a groundwork for dance«

photos: christophe bérenger

 

Tanzrecherche NRW #13 in Köln:
Christophe Béranger und Jonathan Pranlas-Descours mit »Shaping space through matter, the space becomes a landscape and a groundwork for dance«

Der Recherche-Ansatz:
Christophe Béranger und Jonathan Pranlas-Descours suchen nach einer Raumarchitektur, die sich mit ihrer Choreografie physisch verändern wird – im Gegensatz zu Choreografien, die sich einem Raum anpassen. Dabei nehmen sie als Ausgangspunkt ihrer Recherche den geisteswissenschaftlichen Begriff der »Heterotopie«, der vor allem von Michel Foucault geprägt und von ihm für Räume oder Orte verwendet wurde, für die eigene Gesetzmäßigkeiten gelten. Um diesen ungewöhnlichen Raum zu finden, wollen sie gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Laurianne Seux aus Brüssel mit verschiedenen Materialien wie Lehm oder Silikon experimentieren und eine flexible oder fließende Architektur erschaffen.

 

 

 

Die Stipendiaten:
Nach seinem Studienabschluss am Konservatorium von la Rochelle wurde Christophe Béranger 1992 am Ballet de Lorraine/Centre Chorégraphique National de Nancy aufgenommen, wo er seit 2005 neben seiner Tänzerkarriere auch für das Ausbildungsprogramm verantwortlich ist. Gleichzeitig hat er als Choreograf seit dem Jahr 2000 insgesamt 14 Stücke an unterschiedlichen Häusern im internationalen Raum entwickelt. Seit 2010 ist er künstlerischer Assistent des Ballettdirektors und assistierte dort auch Choreografen wie Faustin Linyekula, Maria La Ribot oder Mathilde Monnier.

 

 

Jonathan Pranlas-Descours hat zunächst in Marseille Bildende Künste, Kunstgeschichte und Theater studiert und anschließend zeitgenössischen Tanz an der P. A. R. T. S. in Brüssel abgeschlossen. Dort hat er auch 2008 mit anderen ein interdisziplinäres Künstlerkollektiv gegründet. Als Tänzer und Choreograf hat er seitdem mit vielen Kompanien und Künstlern europaweit gearbeitet, u. a. mit Romeo Castellucci, Sasha Waltz, John Jasperse und Hans Van Den Broek. Zurzeit arbeitet er hauptsächlich am Centre Chorégraphique National de Montpellier und tourt international mit verschiedenen Stücken von Mathilde Monnier.