13.02.2017
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Tanzgastspiele am Schauspiel Köln – Depot 1 nicht schlafen Alain Platel – Les ballets C de la B aus Gent | B am 15., 16. und 17. Februar jeweils 20 Uhr

©CHRIS VAN DER BURGHT

 

Tanzgastspiele am Schauspiel Köln – Depot 1

nicht schlafen

Alain Platel – Les ballets C de la B aus Gent | B

 

am 15., 16. und 17. Februar jeweils 20 Uhr

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Für sein neuestes Werk lässt sich Platel von Mahlers Musik und Biografie inspirieren, vor allem von Ort und Zeit: Österreich und Europa an der Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert. Seine Aufmerksamkeit gilt besonders den unruhigen Jahren vor 1914 – Mahlers letzte Lebensjahre -, die zu großen Krisen und den Tragödien zweier Weltkriege geführt haben. Das eindringlich diese Zeit beschreibende Buch »Der taumelnde Kontinent« des Historikers Philipp Blom ist für Alain Platel der Ausgangspunkt der Probenarbeit. Blom entdeckt nicht nur Parallelen zwischen den damaligen Ereignissen und unserer Gegenwart, er zeigt auch, inwiefern Mahlers Musik und die Kunst im Allgemeinen ein Ausdruck der Wirrungen und Emotionen jener Zeit war. Beeinflusst hat Platel auch das Werk der Bildhauerin Berlinde De Bruyckere, deren Skulpturen oft verletzte und leidende Menschen zeigen. Das Ensemble setzt sich aus neun TänzerInnen und zwei kongolesischen Sängern zusammen.

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Les ballets C de la B aus Gent, Belgien, wird 1984 von Alain Platel gegründet. Heute genießt die Kompanie großen Erfolg im In- und Ausland. Über die Jahre entwickelt sie sich zu einer künstlerischen Plattform für viele verschiedene Choreografen. Nach wie vor wird großen Wert darauf gelegt, Künstlern aus den unterschiedlichsten Disziplinen zu ermöglichen, am dynamisch-kreativen Prozess mitzuwirken. Daraus folgt, dass sich »Les ballets C de la B« mit seiner »einzigartigen Mischung künstlerischer Visionen« schwer einordnen lässt. Dennoch ist ein eigener, volkstümlicher, anarchistischer und eklektischer Stil erkennbar, dessen Motto lautet: »Dieser Tanz ist fürdie Welt und die Welt gehört uns allen«. In Köln waren sie in der letzten Spielzeit mit »En avant, marche!« zu sehen.

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Eine Produktion von Les ballets C de la Bin Koproduktion mit der Ruhrtriennale und La Bâtie-Festival de Genève, Torino Danza, Biennale de Lyon, L’Opéra de Lille, Kampnagel Hamburg, MC93 -Maison de la Culture de la Seine-Saint-Denis, Holland Festival, Ludwigsburger Schlossfestspiele. Mit Unterstützung der Stadt Gent, der Provinz Ost-Flandern und der flämischen Regierung.